Parteien im Dialog

… ein ganz neues Format – oder wie Wahl“kampf“ auch aussehen könnte!

Am Donnerstag Abend war im Augustiner am Wörthsee eine Premiere zu bestaunen, denn es gab erstmals im Ort eine Veranstaltung, die von allen Parteien und Gruppierungen des Gemeinderats gemeinsam entwickelt und vorbereitet wurde. Dabei wurde den interessierten Wählerinnen und Wählern die Gelegenheit gegeben, sich ein Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten, sowie deren Ansichten und Plänen zur Weiterentwicklung Wörthsees zu machen. Und alle Parteien kamen … alle? Nein. Leider war die CSU, wie auch ihr Bürgermeisterkandidat, aufgrund „zu vieler Termine“, nicht interessiert. Schade.

Aber alle anderen waren da und stellten sich den Fragen des Moderatorenteams. Im Anschluss konnten die Besucher sich auch mit direkten Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten wenden, um ihre persönlichen Schwerpunkte abzufragen.

Konkret stellten sich vor:

  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vertreten durch Tanja Rottländer und Florian Tyroller
  • Freie Wähler vertreten durch Thomas Bernhard und Harald Lossau
  • SPD vertreten durch Susann Brudnjak und Benedikt Gritschneder
  • WörthseeAktiv vertreten durch Inge Strohmeier und Dirk Bödicker

Durch den Abend führte ein neutrales Moderatorenteam bestehend aus Gabriele Uebler aus Utting und Raphael Zehetbauer aus Wörthsee.

Geschickt spielten sie sich dabei die Bälle zu, um den Abend zu strukturieren.

Und die „Bälle“, um im Bild zu bleiben, waren die wichtigsten Themen der nächsten Zeit:

  • Soziales
  • Ortsentwicklung
  • Klima / Umwelt
  • Verkehr

Schnell stellte sich heraus, dass es einen breiten Grundkonsens in vielen Fragen gibt, der die Arbeit im zukünftigen Gemeinderat sicher erfolgreich macht. Bei aller Einigkeit im Grundsatz wurden aber auch die Unterschiede im Laufe der Veranstaltung recht deutlich:

Wo oft auf die Fragen der Moderatoren nur mit ebenso vagen wie blumigen Ankündigungen geantwortet wurde, gab es von den GRÜNEN zu allen angesprochenen Themen ganz konkrete Vorschläge und Ziele, die in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden sollen.

So zeigte sich deutlich, dass unser Spitzenkandidat Florian Tyroller während der letzten 12 Jahre engagierter Sachpolitik ein breites Spektrum an Erfahrungen angesammelt hat. Dabei kann der studierte Gymnasiallehrer mit den Staatsexamen in Biologie, Chemie, Geografie und Informatik nicht nur auf seine fundierten Sachkenntnisse zurückgreifen, sondern steht auch tagtäglich mit jungen Menschen im Kontakt. Damit können auch deren Interessen mit in die Gemeinderatsarbeit einfließen.

Auch Tanja Rottländer hob sich mit wohltuender Klarheit ab. So wurden die drei Neukandidatinnen der Parteien zum Abschluss etwas provokativ gefragt:

„Warum sollte man Sie als Person in den Gemeinderat wählen?“

Ihre Antwort:

„Weil ich ganz bewusst in die Partei der GRÜNEN eingetreten bin. Sie ist meiner Meinung nach die Partei, deren ethisches Fundament zu den Themen Umweltschutz und Gleichstellung aller Menschen am ehesten meinen Vorstellungen entspricht. Und genau diese Vorstellungen will ich in den nächsten Gemeinderat einbringen.“

Dem ist aus unserer Sicht eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer ein …